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Ein Monument der Toleranz

In der Gemeide La Oliva, im Norden von Fuerteventura, befindet sich der etwa 400 Meter hohe Berg Tindaya. Seine H├Ąnge weisen Malereien und Gravuren der Ureinwohner auf, die auf ├╝ber 1000 Jahre gesch├Ątzt werden. Au├čerdem fand man auf dem Gipfel Fu├čspuren, die man nicht genauer zuordnen kann.

Monte TindayaDer kanarische Umweltminister Domingo Berriel teilte Ende Januar mit, da├č aus dem Berg ein rieser Felsendom entstehen soll. Mit einer Deckenh├Âhe von 70 Metern werden dort auch interessante Licht- und Luftsch├Ąchte entstehen. Die Bauarbeiten sollen im Februar 2009 beginnen.

Bereits Mitte der 1990er Jahre wollte der baskische Bildhauer Eduardo Chillida den Berg umbauen. Durch den Widerstand der ihm entgegengebracht wurde, gab er sein Vorhaben allerdings 1998 wieder auf. Gegner des Projekts waren zum einen Umweltsch├╝tzer, die betonten, da├č der Vulkan ein Naturschutzgebiet sei. Zum anderen hielten Kulturaktivisten dagegen, da├č auf dem Tindaya b├Âse Geister hausten.

Eduardo Chillida starb vor f├╝nf Jahren, sein Ingenieur Josí┬ę Miguel Fern├índez bereits vor acht Jahren. Allerdings gab der Sohn von Fern├índez eine neue Umweltstudie in Auftrag, deren Gutachten die Unbedenklichkeit f├╝r die Flora und Fauna best├Ątigte, woraufhin Berriel sich f├╝r die Verwirklichung des Projektes einsetzte.

Die Politiker sind vor allem an dem Vorhaben interessiert, weil man sich ein gro├čes touristisches Interesse erhofft. Man k├Ânne die Baukosten von 76 Millionen Euro so auch durch die Besuchereinnahmen wieder ausgleichen. Den Erfolg solcher Werke sieht man besonders gut auf der Nachbarinsel Lanzarote, die stark von dem K├╝nstler Cí┬ęsar Manrique gepr├Ągt ist.

Bei San Sebasti├ín schuf Chillida „Windk├Ąmme“, die zum Treffpunkt f├╝r Opfer oder Aktivisten gegen die ETA geworden sind. Im Hof des Kanzleramtes in Berlin befindet sich die Skulptur „Berlin“, die die Wiedervereinigung darstellt. Die Idee des K├╝nstler f├╝r die Umgestaltung des Tindaya war es, ein Monument der Toleranz zu schaffen, einen Raum f├╝r Menschen aller L├Ąnder und Hautfarben.



2 Reaktionen zu “Ein Monument der Toleranz”

  1. Ronny

    Fuerte ist schon eine super tolle sch├Âne Insel besonders der Berg Tindaya hat mich immer bewegt und wundersch├Âne Wanderwege gezeigt

  2. Maxerl

    Ein toller Reisetipp! in 2 Wochen werde ich mit meiner Familie ein gro├čz├╝giges Ferienhaus in Jandí┬Ča beziehen, dass ich bei vacando.de gebucht habe. Ich habe schon so viel von der Insel geh├Ârt, dass ich mich selbst ├╝berzeugen m├Âchte, ob Fuerteventura wirklich so traumhaft ist. Auf jeden Fall werde ich mir die historischen St├Ątten ansehen!