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Reisebericht: Fuerteventura auf den 2. Blick

Meine erste Reise auf die kanarischen Inseln führte nach Fuerteventura.
Es war Mitte September.
Beeindruckend fand ich bereits vom Flugzeug aus, wie deutlich man die Umrisse der Insel und der nördlicher gelegenen Insel Lanzarote erkennen konnte.

Das Wetter kündigte sich bereits vom Flugzeug aus als ausgesprochen gut an.
Dies bestätigte sich auch nach der Landung.
Als ich das Flugzeug verließ, kam mir ein richtiger Hitzewall entgegen.
Dies umso mehr, als in Deutschland relativ schlechtes, regnerisches Wetter bei der Abreise vorherrschte.

Die Formalitäten auf dem kleinen Flughafen Puerto del Rosario verliefen ohne Komplikationen. Auch die Gepäckausgabe konnte schnell und reibungslos abgewickelt werden.

Dann wurde ich mit vier oder fünf weiteren Touristen an meinen Urlaubsort El Cotillo im Nordwesten der Insel gebracht.

El Cotillo

Die Fahrt zum Urlaubsort kann nicht gerade als "Eyecatcher" bezeichnet werden. Vielmehr hatte ich das Gefühl, dass die Insel in erster Linie aus kleineren und größeren Steinformationen besteht.
Von landschaftlicher Schönheit konnte auf der Fahrt zum Urlaubsort in keiner Weise gesprochen werden.

Eine Reiseleiterin erklärte noch, dass die Sonne Fuerteventuras viel intensiver sei als die gewohnte mitteleuropäische Sonne.
Daher sei ein guter Sonnenschutz unabdingbar.
In El Cotillo angekommen, konnte ich sogleich mein Zimmer mit meiner Lebensgefährtin zusammen beziehen.

Es war nicht besonders schön eingerichtet, machte aber insgesamt einen sauberen Eindruck.
Sehr schön war, dass die Terrasse direkt zum Strand ausgerichtet und nur wenige Meter von selbem entfernt war.
Eine wunderschöne Kulisse für den einen oder anderen romantischen Abend mit Sangria oder Rotwein.
Diese Getränke konnten neben anderen Lebensmitteln bequem in kleinen Läden des Ortes eingekauft werden.
Der Strand in der Nähe des Hotels wurde im Reiseprospekt als Lagune beschrieben.
Er entsprach aber nicht meinen Vorstellungen.
Das Wasser war innerhalb der Lagune sehr seicht und erinnerte so gar nicht an den Atlantik mit seiner wilden Meeresbrandung.

Am zweiten Tag machte ich mich daran, den Ort El Cotillo näher zu erkunden.
Ich muss sagen, dass mich diese Erkundung nicht gerade vom Hocker riss, um es einmal salopp auszudrücken.
Was auffiel, waren unheimlich viele Ruinen und halbfertig gebaute Häuser.
Dies hinge mit den oft unverständlichen Anweisungen spanischer Baubehörden zusammen, die beispielsweise einen plötzlichen Baustop verfügen, wie mir später erklärt wurde.
Nun gut – ein Fussballstadion hatte der Ort, wie übrigens viele Orte auf Fuerteventura, auf das mancher deutsche Verein neidisch sein könnte.

Da mir die Gegend um El Cotillo bald zu einsam wurde, mietete ich mir ziemlich am Anfang des Urlaubs einen Mietwagen als mein Ferienauto, um die Insel erkunden zu können.
Dies war zu einem fairen Preis möglich.

Die erste Fahrt führte nach Corralejo im Nordosten der Insel.
Hier waren teilweise schöne Gebäude und sehr nette Lokale vorhanden.
Sehr oft wurden typische kanarische Spezialitäten und fangfrischer Fisch angeboten.
Zubereitung und Geschmack des Fisches waren von einer ausgezeichneten Qualität.
Dies konnte vom Abendessen in der hotelähnlichen Unterkunft in El Cotillo beim besten Willen nicht behauptet werden.

Corralejo

Der Strand in Corralejo entsprach auch mehr meinen Vorstellungen als der Strand nahe der Unterkunft in El Cotillo.

Ein sehr breiter Sandstrand lud zum Verweilen ein.
Auch das Meer machte mir dort eher den Eindruck des atlantischen Ozeans.
Die Touristen lagen nicht wie Ölsardinen nebeneinander, wie es einige Leute vielleicht von anderen Urlauben kennen.
Es war genügend Platz vorhanden.
Allerdings muss gesagt werden, dass an dieser Stelle das Baden im Meer wegen Unterwasserströmungen sehr gefährlich sein kann.
Es sollte daher immer darauf geachtet werden, dass die grüne Flagge für unbedenkliches Baden gehisst ist.

Das Abendleben in Corralejo ist ebenfalls sehr schön.
Zahlreiche Bars und Lokale, in denen schöne einheimische Musik gespielt wird, laden zum Verweilen ein.
Dabei entsteht aber nicht der Eindruck, dass auf der Insel ein Massentourismus vorhanden sei.
Die nächste Fahrt führte die ganze Insel entlang bis nach Jandia.
Hierbei fielen mir sehr schöne, großzügige Hotelanlagen an der Costa Calma auf.
Die Costa Calma im Osten der Insel verfügt über traumhafte, breite Sandstrände.
Das Meer dort ist sehr ruhig und zum Baden und auch für Wassersport ideal geeignet.
Wer einen reinen Strandurlaub erleben will, ist dort bestens aufgehoben.
Unterkunft und Verpflegung dürften nach meinen Eindrücken keine Wünsche offen lassen.

Das Städtchen Jandia im Süden der Insel ist ein etwas größeres Städtchen, in dem man sehr gut das einheimische Leben der Insel beobachten kann.
Es herrscht eine ständige Regsamkeit in kleinen und größeren Geschäften und auf Märkten.
Auch hier bekommt man gutes Essen in Restaurants mit Blick zum Hafen geboten.

Bei der Fahrt über die Insel fällt auf, dass es auch sehr schöne, grüne Oasen gibt und dass die Landschaft doch ihren eigenen Reiz hat, wenn sich dieser auch nicht gleich erschließt.
Bemerkenswert sind ebenfalls die vielen Ziegen, die bis in die hintersten Bergwipfel der Insel auffallen.
Sicher haben sich etliche aus ehemaligen Ziegenherden ausgewildert.
Ziegenfleisch ist auch eine ganz große Delikatesse auf Fuerteventura.

Insgesamt kann ich sagen, dass man dort einen erholsamen, stressfreien Urlaub verbringen kann.
Ich würde noch einmal hinfahren.