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Reisebericht Fuerteventura: Liebe auf den zweiten Blick

Es war im vergangenen Jahr, also 2010 an unserem ersten Urlaubstag gegen 5 Uhr morgens, als unsere kleine Familie in Dresden in den Flieger stieg. Einfach mal für eine Woche raus aus dem Alltag, an nichts weiter denken, die Seele baumeln lassen.

Während die Boeing 737 – 800 zur Startbahn rollte, waren wir voller Vorfreude auf das, was uns erwarten sollte. Denn weder meine Freundin mit ihrer damals 6 jährigen Tochter noch ich waren jemals dort, wo wir schon viereinhalb Stunden später und etwa 3200 Kilometer fern der Heimat sein sollten.

Der ruhige Flug führte uns über Deutschland, die Schweiz, Frankreich sowie Spanien und weiter über Gibraltar. 11000 Meter über dem Meeresspiegel. Schade war nur, daß eine dichte Wolkendecke kaum Bodensicht zuließ.

Oder etwa doch? Nach ca. vier Stunden Flugdauer durchbrach unser Jet das Wolkenmeer und was wir dann sahen, war atemberaubend schön. Unter uns, zum Greifen nah, der herrlich blaue Atlantik. Dann kam sie langsam ins Blickfeld. Die Insel. Endstation Sehnsucht. Erst mit ihrer unbewohnten Vorinsel Lobos und dann sie selbst. Höchstpersönlich.

Costa Calma Palya

Fuerteventura, die zweitgrößte Insel der Kanaren. Hier ist die Sonne zu Hause.
Eine Sache fällt beim Landeanflug sofort auf. Bis auf hier und dort mal ein paar Palmen, die Farbe Grün ist eindeutig in der Minderheit. Das ist vielleicht auch der Hauptgrund, warum Fuerte polarisiert. Entweder man liebt dieses Fleckchen Erde oder es war der erste und letzte Besuch.

Noch eine 180 Grad Schleife über das Meer und schon setzte unser Flugzeug wohlbehalten auf der Landebahn des Hauptstadtflughafens Puerto del Rosario auf. Vor uns lag nun noch eine rund vierzigminütige Busfahrt zu unserem endgültigen Ziel, dem All Inklusive Hotel Barlovento in Costa Calma an der Südost- Küste von Fuerteventura.

Wir waren ziemlich geschafft, denn schließlich begann unsere Reise schon gegen halb zwei Uhr nachts mit dem Transfer zum Flughafen Dresden.

Trotzdem waren wir glücklich, tat doch dieser Klimawechsel einfach irgendwie gut. Das Thermometer fällt auf Fuerteventura fast das ganze Jahr kaum unter 20 Grad am Tage. Hier läßt es sich aushalten, bläst doch eigentlich immer ein recht mäßiger Wind, der die Temperaturen von etwa 26 Grad bei unserer Ankunft sehr angenehm machte. Dieser Atlantikwind ist es auch, der Fuerteventura zu einem El Dorado für Windsurfer macht. Es gibt hier mehrere Surfschulen. Man sieht irgendwo immer Surfer auf dem Meer, wenn man sich am Strand von Costa Calma befindet.

Unser Urlaubsort machte einen sehr gepflegten Eindruck und ist gegenüber dem Rest der Insel bemerkenswert reichlich mit Vegetation gesegnet.
Costa Calma hat einen richtigen Palmenhain, der irgendwann einmal künstlich angelegt wurde.

Costa Calma

Auch unser Hotel war ganz ordentlich, es hatte zwei Pools, sehr zur Freude unserer Kleinen. Im Prinzip machten hier nur zwei Nationalitäten friedlich nebeneinander Urlaub: Deutsche und Holländer. Es gab keinen Streit um die Liegen und auch sonst herrschte eine entspannte und gelöste Atmosphäre im Hotel Barlovento.

Die ersten Tage verbrachten wir am Pool und am nahegelegenen Strand. Ich ließ mir die Gelegenheit natürlich nicht entgehen und stürzte mich fast täglich in die Fluten des Atlantischen Ozeans. Costa Calma, wie auch der größte Teil der Ostküste hat einen herrlichen Sandstrand zu bieten. Hier ist ein Paradies für Leute, die gern mal richtig Faulenzen wollen. Strandurlaub pur eben.

Das soll aber nicht heißen, daß wir die ganze Woche nur am Strand gelegen haben.

Fuerteventura hat noch mehr zu bieten. Das sollten wir auf einer Inselrundfahrt erfahren.

Der Bus holte uns morgens gegen neun Uhr direkt vom Hotel ab. Wir hatten das Glück, daß es sich bei unserem Reiseleiter um einen Deutschen handelte, der schon über zwanzig Jahre auf der Insel lebt. Das macht die ganze Angelegenheit natürlich noch viel interessanter, da dieser Mann schon einiges zu erzählen hatte.

Jürgen, ein flotter Mittsechziger, war ein richtiger Insider, der wohl jeden Flecken von Fuerte kannte.

Zuerst fuhren wir von der Ostküste an die Westküste der Insel. Was sich gewaltig anhört, waren nur knapp 5 Kilometer. Denn hier beim Ort La Pared ist die schmalste Stelle des Eilands.

Die Westküste zeigt sich ganz anders als der Osten. Hier peitscht der Antlantik mit unbändiger Kraft gegen eine schroffe Steilküste. An Baden ist hier kaum zu denken, es wäre auch zu gefährlich.

Nach einem kurzen Halt fahren wir weiter Richtung Norden. Es ist kaum zu glauben, das Fuerteventura richtige Berge hat. Unser einheimischer Busfahrer steuert uns sicher durch zahlreiche Serpentinen. Dabei mußten wir als Flachlandbewohner öfters die Augen schließen. Es ging schon beeindruckend auf und ab, durch die spärliche Vegetation hat man einen atemberaubenden Blick auf Berge und Täler.

Es folgte noch ein Besuch bei "Pepe". Einer Ziegenfarm, wo man tollen Ziegenkäse, aber auch verschiedene Produkte wie Aloe Vera Cremes, Kakteenmarmelade etc. kaufen kann.

Fuerteventura hat trotz ihrer oder vielleicht gerade wegen ihrer Kargheit einen eigenen Charme.
Wenig Regen, dafür fast immer Sonne machen sie zu einem Geheimtipp für Sonnenanbeter.

Ich bin sicher, wir werden irgendwann wieder kommen.