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Reisebericht Oasis Park – Fuerteventuras grüne Lunge

Wenn von Fuerteventura die Rede ist, denkt man sofort an Sonne, Strand und Meer. Es gibt sicher landschaftlich schönere Inseln, als das doch recht spärlich bewachsene Eiland.

So dachte auch ich, bevor ich an diesem Samstag vor dem Eingang des Oasis Parks stand.

Meine Freundin, ihre kleine Tochter und meine Wenigkeit hatten nach fünf Tagen Pool und Strand mal Lust auf ein wenig Abwechslung. Nachdem wir bereits eine tolle Inselrundfahrt erlebt haben, wollten wir unbedingt noch den Oasis Park kennenlernen, denn unser Fuerte-Kurztrip neigte sich leider schon wieder dem Ende zu. Der Park befindet sich nur ein paar Kilometer von unserem Urlaubsort Costa Calma entfernt, genau gesagt, in der Ortschaft La Lajita.

Eine Viertelstunde Fahrt mit dem Taxi und dann waren wir da.

Bereits am Eingang wird uns sofort bewußt, nicht umsonst gekommen zu sein. Wir werden empfangen von einem Meer aus Palmen und Kakteen. Ein atemberaubender Anblick. Einfach nur schön.

Der Oasis Park ist eine gelungene Mischung aus Flora und Fauna. Eingebettet in einen Wald aus unendlichem Grün stoßen wir auf Tiere wie Alligatoren, natürlich eingezäunt, Giraffen, denen man auf Augenhöhe begegnet, Papageien, Schildkröten, Flamingos, aber auch Schlangen. Keine Angst, die Schlangen treten nur im Rahmen einer mehrmals täglich stattfindenen Show auf.

Es wird viel geboten im Oasis Park. Neben der Show mit Reptilien und Seelöwen, kann der Besucher auch Bekanntschaft mit Kamelen machen.
Zwar handelt es sich eigentlich um Dromedare, aber jeder redet irgendwie von Kamelen bzw. Kamelreiten auf Fuerteventura…

Klar, auch wir wollten einmal in unserem Leben zu einer Karawane gehören.

Ich habe die Tiere nicht gezählt, die dort gewissermaßen auf den Knien ruhend geduldig auf neue "Fahrgäste" warteten. Es waren sicher mehr als zwanzig Kamele, die wie eine Perlenkette miteinander verbunden waren.

Das Aufsteigen war nicht ganz einfach. Meine Freundin saß rechts im Sattel, ich links und unsere Kleine nahmen wir in die Mitte.

Unser Kamel war ganz ruhig, aber das unmittelbar hinter uns angebundene Dromedar brüllte unaufhörlich und steckte mit seiner Unruhe auch unser Tier an. Dann kam das Kommando zum Aufstehen und ich wäre am liebsten gleich wieder abgestiegen. Man sitzt ziemlich hoch auf einem Kamelrücken und wenn sich das "Wüstenschiff" erhebt ist das so, als ob du auf dem Fensterbrett einer Hochparterrewohnung sitzt und im nächsten Moment gleich in den Vorgarten springen willst.

Das wollte ich natürlich nicht und so war mir schon ein wenig komisch. Dazu kam, daß bei uns die Kamelführer wohl vergessen haben, die üblichen Ausgleichsgewichte anzubringen.

Ich bin nunmal schwerer als meine Freundin und Kind zusammen. Dieser nicht zu leugnende Fakt sorgte allerdings dafür, daß unser Kamel nicht gerade eine optimale Straßenlage aufweisen konnte.

Der Sattel hatte arge Schlagseite nach Backbord, also nach links. Das wäre ja alles noch nicht so schlimm gewesen.

Die Karawane zieht weiter und es geht bergauf bis zum Gipfel. Ja, Sie haben richtig gehört. Freilich nur eine kleine Erhebung, aber hoch genug zum Abstürzen.

Das genau war mein Problem. Da ich links saß oder besser gesagt hing, schwebte ich praktisch direkt über dem Abgrund. Denn die Kamele liefen genau am Berghang entlang. Dazu dieses Schaukeln. Ich muß kreidebleich gewesen sein, denn die Führer waren irgendwie schon besorgt um mich.

Ich dachte nur, was passiert eigentlich, wenn ein Kamel ins Straucheln kommt? Das kann nur eine Kettenreaktion zur Folge haben.

Gott sei Dank ging alles gut und wir waren heilfroh, nach reichlich zwanzig Minuten wieder festen Boden betreten zu dürfen.

Ich glaube, viel länger hätte ich es auch nicht ausgehalten. Denn es strengt schon an, diese ständige Schaukelei auf dem Dromedar.

Wer es einmal erlebt hat, weiß wovon ich rede. Trotzdem muß man das einfach mal gemacht haben. Auch wenn ich fast glaube, ich für meinen Teil so schnell nicht wieder…

Eigentlich vergingen die paar Stunden im Oasis Park viel zu schnell. Ein Zeichen dafür, daß es uns sehr gefallen hat.

Wer sich einmal im Süden von Fuerteventura aufhalten sollte, ein Besuch dieses tollen Parks ist auf jeden Fall sehr lohnenswert.

Nun wird es aber Zeit, unser Taxi wartet schon. Also dann…

Adios Oasis Park!